EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Heimersheim von der Gleisseite aus gesehen Bahnstation Heimersheim
Bau und Streckeneröffnung Am 1. Dezember 1886 eröffnete die Rheinische Eisenbahn- Gesellschaft die 12,34 Kilometer lange eingleisige Teilstrecke zwischen Ahrweiler und Altenahr, der sogenannten Ahrtalbahn.

Das Empfangsgebäude Heimersheim

Das zweigeschossige, traufenständige Stationsgebäude auf rechteckigem Grundriss wurde am 1. Januar 1888 in Betrieb genommen. Der Haltepunkt Heimersheim wurde im romantischen Baustil erbaut und ist baugleich mit den Bahnhöfen Dernau und Mayschoß. Das aufwendige Schnitzwerk der Giebel ist typisch für die Stationen der Ahrtalbahn. Die Lage zwischen Straße und Schienen erforderte ein schmaleres Gebäude als üblich. Zur Straßenseite war ein markanter Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) entstanden, der zur Schienenseite hin durch ein überkradendes Dach, jedoch ohne Versprung aus der Fassade, seine Fortsetzung fand. Das Erdgeschoss bestand aus Bruchstein, das Obergeschoss aus Fachwerk. Etwas abseits von Gebäude war ein Abtritt entstanden. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Kopframpe (OK) besaß. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse IV.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Am 15. Oktober 1912 wurde das zweite Streckengleis und ein Güterschuppenanbau aus Fachwerk mit Seitenrampen sowie ein Abstellgleis in Betrieb genommen. Ein Personentunnel zum Mittelbahnsteig entstand. Der Haltepunkt wurde zum Bahnhof hochgestuft. Wahrscheinlich nach 1950 erhielt der Bahnhof einen weiteren Fachwerkgüterschuppen mit Kopframpe. Nach 2000 baute die Deutsche Bahn AG einen Fußgängerweg von der nahegelegenen Straßenbrücke zum Bahnhof, der an der Unterführung zum Mittelbahnsteig endet. Was hat sich verändert, was ist geblieben Der Bahnhof wurde zum Haltepunkt zurückgestuft und ist in seiner Grundsubstanz erhalten.
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Bilder Heimersheim
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