EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Bad Münster am Stein von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bau und Streckeneröffnung

Am 15. Juli 1858 eröffnete die Rhein- Nahe Eisenbahn-Gesellschaft (RNE) auf der Nahetalbahn den Betrieb bis Bad Kreuznach. Auf dem Teilstück von Bad Kreuznach über Münster am Stein nach Oberstein (heute Idar-Oberstein) begann der Bahnbetrieb am 15. Dezember 1859. Am 26. Mai 1860 begann auf der 141,8 km langen Gesamtstrecke der Bahnbetrieb.

Das Empfangsgebäude Bad Münster am Stein

Zu diesem Zeitpunkt war auch die Haltestelle am Zusammenfluss von Nahe und Alsenz fertiggestellt worden. Das erste Empfangsgebäude war zunächst, wie meistens an der Nahetalbahn, ein Holzbau. Die Gleisanlage bestand aus einem durchgehenden Streckengleis, einem Ausweich- und zwei Ladegleisen.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Am 28. Oktober 1865 schlossen Bayern und Preußen einen Staatsvertrag, der die Alsenzbahn in die Nahetalbahn in Münster am Stein einfädelte. Die Alsenzbahn gehörte damals zur bayerischen Pfalz. Dafür wurden die Gleisanlagen für den neuen Trennungsbahnhof erweitert und ein zweistöckiges, traufenständiges Empfangsgebäude mit einstöckigem Anbau aus rotem Sandstein errichtet. Ein Güterschuppen befand sich gegenüber dem Stationsgebäude. Am 16. Mai 1871 eröffnete die Alsenzbahn von Hochspeyer nach Münster am Stein den Betrieb. 1904 wurde der Bahnhof durch den Anschluss der Glantalbahn, die von Bad Münster am Stein nach Homburg (Saar) verlief, erheblich umgestaltet.

Das zweite Empfangsgebäude

1910 wurden die Gleisanlagen abermals erweitert und ein neues, im Jugendstil gehaltenes Empfangsgebäude eröffnet. Das einstöckige Stationsgebäude war ein Fachwerkbau, der auf einem Sockel aus Bruchstein-Mauerwerk errichtet wurde. Das Gebäude war mit einem schiefergedeckten Walmdach versehen. Der Zugang zur Schalterhalle von der tiefer gelegenen Straßenseite führte über eine Freitreppe. Durch einen Personentunnel konnten die zwei Inselbahnsteige erreicht werden. Im nordwestlichen Bahnhofsteil gab es weitere Nebengebäude und einen Wasserturm mit einer Fachwerkverkleidung. Die Alsenzbahn endete an einer Drehscheibe seitlich des Empfangsgebäudes.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Im selben Jahr benannte die Preußische Staatsbahn den Bahnhof in Bad Münster am Stein um. Das alte Stationsgebäude wurde abgerissen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof zerstört. 1946/47 baute man das Empfangsgebäude weitgehend in seiner ursprünglichen Form wieder auf. Die Bahnsteigüberdachungen wurden erst 1953 fertiggestellt. 2014 wurde die Stadt nach Bad Kreuznach eingemeindet.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude ist im Zustand von 1947 weitgehend erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz.
Bilder Bad Münster am Stein
Bahnhof um 1910
Luftaufnahme
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