EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Sylbach von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Sylbach Bahnstation Sylbach

Bau und Streckeneröffnung

Die eingleisige Hauptbahn zwischen Herford und Detmold wurde als Stichbahn von der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft geplant und gebaut. Das Planum war für zwei Gleise ausgelegt aber nur eingleisig ausgebaut worden. Die Inbetriebnahme der 29,67 Kilometer langen Stichbahn von Herford nach Detmold wurde am 31. Dezember 1880 eröffnet. Die 47,3 Kilometer lange Gesamtstrecke nach Himmighausen ging am 12. Juni 1895 in Betrieb. Die Hochbauten des Bahnhofs befanden sich westlich der Gleise. Die Gleisanlage verfügte über ein Umfahrgleis und ein Ladegleis, das am Güterschuppen endete. Am Ladegleis gab es eine Seitenrampe. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III.

Das Empfangsgebäude Sylbach

Das aus Ziegelfachwerk gebaute einstöckige Stationsgebäude mit leicht schrägem Flachdach ging im Jahr 1900 in Betrieb. Im Gebäude befand sich ein kleiner Warteraum mit Fahrkartenschalter und Gepäckannahme. Daneben befand sich der Dienstraum des Fahrdienstleiters, in dem auch ein mechanisches Stellwerk installiert war. In einem weiteren Raum gab es eine kleine Bahnhofsgaststätte. Etwas zurückgesetzt war ein Güterschuppenanbau errichtet worden. Den befestigten Mittelbahnsteig konnten die Reisenden durch einen Gleisübergang erreichen. Eine Besonderheit ist die hölzerne Bahnsteigüberdachung auf dem Hausbahnsteig, die nicht mit dem Stationsgebäude verbunden war. Hier befanden sich auch die Handkurbeln für den beschrankten Bahnübergang im Süden des Bahnhofs. Durch ein Sichtfenster konnte der Fahrdienstleiter die Bahnschranken überwachen. Richtung Norden war ein Stellwerksbau aus Backstein entstanden. In der Nähe des Bahnhofs gab es eine Ziegelei, die 1909 in Betrieb genommen wurde. Ihre Produkte transportierte man zum Bahnhof, wo sie auf Güterwagen verladen wurden.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Nach 1949 entstanden entlang der Ladestraße mehrere Lagergebäude von verschiedenen Firmen. Anfang 1970 stellte die Deutsche Bundesbahn den Güterverkehr ein. 1975 wurde die Strecke elektrifiziert. Dabei tauschte man die Weichen und Signale durch Modernere aus. 2005 nahm die Deutsche Bahn AG das Stellwerk im Norden aus dem Betrieb. Sie stufte den Bahnhof zum Haltepunkt mit Blockstelle zurück. Das Gleis 1 wurde zurückgebaut. 2008 verkaufte die DB AG das Stationsgebäude an eine Kirchengemeinde, die es modernisierte.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Der Güterschuppen wurde vom neuen Eigentümer komplett umgebaut, modernisiert und weiß angestrichen. Das eigentliche Empfangsgebäude und die Bahnsteigüberdachung stehen unter Denkmalschutz und sind im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben.
Bilder Sylbach
Luftaufnahme
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