EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Bad Breisig von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bau und Streckeneröffnung

Die Rheinische Eisenbahn- Gesellschaft (RhE) eröffnete das 24,16 Kilometer lange Teilstück der „linken Rheinstrecke“ zwischen Remagen und Weißenturm am 15. August 1858. Erst später erhielt Niederbreisig einen Haltepunkt. 1880 wurde der Haltepunkt Niederbreisig zu einem Bahnhof ausgebaut und das Empfangsgebäude, wie es heute noch existiert, errichtet.

Das Empfangsgebäude Bad Breisig

Für das Stationsgebäude auf kreuzförmigem Grundriss verwendete der Architekt gelben Klinker, der mit Schmuckelementen aus rotem Klinker kombiniert wurde. An der Ortsseite gab es einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt), während auf der Gleisseite der Giebel an der Gebäudeflucht endete. Beide Giebel waren nach Norden hin versetzt. Die ursprüngliche Eingangstür befand sich auf einem Treppenaufgang in der mittleren Achse des Portalbaus. Das asymmetrische Gebäude ruhte auf einem erhöhten Kellergeschoss, das als Hochwasserschutz dienen sollte. Im Erdgeschoss befanden sich Wartesäle und die üblichen Schalter für Fahrkartenkauf und Gepäckaufgabe sowie Diensträume. Im Dachgeschoss befand sich die Wohnung des Bahnhofsvorstehers. Der Hausbahnsteig besaß eine hölzerne Überdachung. Der ursprünglich aus Fachwerk errichtete Güterschuppenanbau war an der nördlichen Hauswand angebaut worden. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Kopframpe (OK) besaß. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Bis Ende 1868 erfolgte der zweigleisige Ausbau der „linken Rheinstrecke“. Der Bahnhof trug noch 1938 die Bezeichnung Niederbreisig. Der Güterschuppen erhielt in den 1950/60er-Jahren eine Holzverschalung. Der Hausbahnsteig besitzt immer noch eine hölzerne Überdachung. Am 29. Mai 1958 begann die Verlegung der elektrischen Oberleitung auf der „linken Rheinstrecke“. Dabei entstand ein Personentunnel zum überdachten Mittelbahnsteig. Ende 2005 kaufte die Stadt das Stationsgebäude der Deutschen Bahn AG ab, sanierte es aufwendig und eröffnete im November 2010 einen Jugend- und Kulturbahnhof. Dabei wurde der hölzerne Giebelschmuck am südlichen Giebel wieder hergestellt. 2020 begann die Deutsche Bahn AG mit den Bauarbeiten für die Umstellung des Zugformats auf den RRX (Rhein-Ruhr-Express). Dabei wurde zuerst das „rosa Haus“ abgerissen, um die Bahnsteige entsprechend auszubauen.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude ist in einem sehr guten Zustand und steht unter Denkmalschutz.
Bahnstation Bad Breisig PANORAMA Relief im Personentunnel Linke Rheinstrecke Köln Hbf Mainz Hbf Planung und Konzession
Bilder Niederbreisig
Luftaufnahme