EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Bad Münstereifel von der Straßenseite aus gesehen Bau und Streckeneröffnung Die kleine Stadt Bad Münstereifel wurde mit der eingleisigen 13,93 Kilometer langen „Erfttalbahn“ am 1. Oktober 1890 von der Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) an das Eisenbahnnetz angebunden. Anfangs wurden gemischte Züge eingesetzt. Die regelmäßigen Tiermärkte und die Holzverladung versprachen kontinuierliche Einnahmen.  Das Empfangsgebäude Bad Münstereifel Das traufenständige, zweistöckige Stationsgebäude im „Schweizer Landhausstil“ besaß einen Mittelbau mit Krüppelwalmdach und zwei zeltdachförmige Dachgauben. An jeder Giebelseite gab es einen einstöckigen Anbau aus Bruchstein mit Satteldach. Im nördlichen Anbau befand sich eine Güterhalle, im südlichen der Wartesaal. Das Erdgeschoss des Mittelbaus war ebenfalls aus Bruchstein errichtet worden. Er besaß ein Krüppelwalmdach mit zwei zeltdachförmigen Dachgauben. Das Obergeschoss war aus Fachwerk errichtet worden. Die Rechteckfenster besaßen geschnitzte Fensterrahmen. Im Erdgeschoss gab es einen Eingangsraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter, Diensträume sowie einen Zugang zum Wartesaal. Im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Stationsvorstehers. Der Hausbahnsteig war im Bereich des Wartesaals überdacht.  Der Kopfbahnhof verfügte über eine kleine Lokstation mit Lokschuppen und ein Aborthäuschen.  Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen •	Ab 1904 stieg der Güterverkehr durch die Ansiedlung einer Fabrik für feuerfestes Gestein an. •	1913 erhielt das Stationsgebäude ein Bahnsteigdach. •	1929 wurde der Lokschuppen abgerissen. •	Durch die Sprengung von Brücken auf der Strecke bis Mitte 1948 musste der Eisenbahnverkehr eingestellt werden. •	Bis zum 2. Juni 1948 wurden Aufräumarbeiten durchgeführt. •	Im Oktober 1955 entfernte die Deutsche Bundesbahn (DB) den Wasserturm. •	1957 und 1968 modernisierte die DB das Stationsgebäude. Dabei wurde der Wartesaal und der Güterschuppen vergrößert. Das Aborthäuschen wurde abgerissen. •	Der Bahnhof Münstereifel wurde 1970 in Bad Münstereifel umbenannt. •	1990 baute die DB die Signaltechnik auf vereinfachten Betrieb zurück. •	1998 wandelte die Deutsche Bahn AG (DBAG) den Bahnhof zum Haltepunkt um und baute bis auf das Hauptgleis alle Gleise zurück. •	2000 erwarb die Stadt das Stationsgebäude und sanierte es. •	2003 richtete die Stadt eine Kurverwaltung sowie die Eifel- und Touristikagentur im Gebäude ein. Der Güterschuppen wurde als Fahrradladen genutzt.  •	Am 14. Juli 2021 wurde der Bahnhof durch ein Hochwasser der Erft überschwemmt und schwer beschädigt.  Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude ist weitgehend zurück in den Originalzustand gebracht worden. Dabei erhielten die Anbauten Dachgauben, die es 1898 noch nicht gab. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Die Eisenbahn “kam” am 1. Oktober 1890 nach Bad Münstereifel. Also 55 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Bad Münstereifel hatte zu diesem Zeitpunkt wenige Einwohner (Ende 2021 waren es 17.387 Einwohner).
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Bilder Münstereifel
Bahnhof um 1900
Luftaufnahme
Bahnhof um 1900 Euskirchen - Bad Münstereifel Bad Münstereifel - Euskirchen Planung und Konzession

Bahnstation Bad Münstereifel